• 2017
    200 Jahre Laufmaschine "Draisine"

Seit dem Draisfest hält die Karlsruher "Buchhandlung am Kronenplatz" neben der Karl Drais Lese-Ecke jetzt auch eine Auswahl von Büchern zum Thema Fahrrad für Kinder und Jugendliche bereit.


Aus der Not geboren. Das Zweirad des Freiherrn von Drais"
Deutschlandradio Kultur, "Zeitfragen", am 17.8.2016, nach 19.o7 Uhr


Karlsruhe, 12. Juni 2016, am 199. Geburtstag des Zweirades

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Unterstützer, liebe Besucher der Veranstaltung;
ja, und auch die "Skeptiker" seien angesprochen !


Am Samstag, den 11. Juni 2016, fand auf dem Friedrichsplatz ein Fest zu Ehren von Karl Drais statt.
Ich darf sagen, es war ein gut besuchtes, schönes, kleines Fest in freundlicher Atmosphäre, das mit seinen vielseitigen Angeboten in voller Absicht eine ganz andere Ausrichtung hatte als in den zurückliegenden Jahren. Die dreimonatige Mühe hat sich gelohnt und allen Helfern sei hiermit nochmal ganz herzlich gedankt. Das war ein wichtiges Zeichen für 2017, aber eine solche Rettungsaktion sollte nie wieder nötig sein; Geld ist da kein Argument ! Es gibt tausend Gründe für eine Wende beim Thema Karl Drais; nicht nur, aber gerade hier, in seiner Heimatstadt.

Das Thema hat viele ( stadt-)historische , technikgeschichtliche und kulturelle Aspekte, die bisher in Karlsruhe weitgehend übersehen, verdrängt und schlicht ignoriert werden...... aber zu allererst gibt es im Hinblick auf den Menschen Karl Drais viel wieder gut zumachen.

Hoffentlich hat unser Fest etwas in dieser Richtung bewegt. Wir freuen uns auf 2017; auf verschiedene, längst begonnene neue Initiativen und Projekte für Karl Drais und seine Heimatstadt......... und auf das Programm "GanzschönDrais", was im Rahmen der Heimattage 2017 das große, weltweit begangene 200ste Jubiläum seiner Erfindung feiern wird.

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich


v.links n.r. : Christian Büttner (Mitveranstalter / ADFC-Vorsitzender),
Uta Lanske, Lehrerin am Fichtegymnasium, die mit Ihren Schülerinnen und Schülern die Fragebogen und Gewinnspielaktion ausgearbeitet und sehr engagiert durchgefürht hat. Volker Wieland (Mitveranstalter / 1-fach bewegen, Saarbrücken) und Klemenz Czurda, "Bikekitchen"

In der Mitte Mitveranstalter Martin Hauge (danke-karl-drais)
im Gespräch mit zwei Laufmaschinen-Ausstellerinnen und Besuchern.

 
>> Programmübersicht zum Draisfest




 Seit 11.12.2015 in Karlsruhe:

Die Drais Gedenktafel zum 164. Todestag von KARL DRAIS

Zähringerstraße 61

Infos: martin.hauge@danke-karl-drais.de / Mi-Sa Tel: 0721 373890

 >> Enthüllungsrede & Grußworte



Enthüllung einer Gedenktafel zum 164. Todestag von Karl Drais am 10.12.2015 am Sterbehaus in Karlsruhe

Grußbotschaft von Minister Hermann / Grüne

Der geniale Erfinder Karl Drais starb am 10.12.1851 verarmt in Karlsruhe. Das Sterbehaus ist nicht erhalten, an seiner Stelle befindet sich heute das Gebäude Zähringer Straße 67. Ich freue mich, dass es dank privater Initiative gelingt, nun hier eine Gedenktafel anzubringen.

Es gibt ja eine Gedenktafel für Karl Drais an einem Wohnhaus in der Innenstadt. Und es gab auch früher schon eine Gedenktafel an seinem Sterbehaus, die 1893 vom Deutschen Radfahrerbund gestiftet wurde und in die Sammlung des Stadtmuseums Karlsruhe übergegangen ist.

Übernächstes Jahr, 2017, feiern wir das 200. Jubiläum der Erfindung des Fahrrads durch Karl Drais. Hintergrund der Erfindung waren Missernten in Folge eines Vulkanausbruchs mit globalen Folgen: Pferdefutter wurde teuer, und das Fahrrad bot damals – und das gilt auch heute noch – eine energieeffiziente Mobilitätslösung für alle.

Karl Drais‘ Laufmaschine beruhte auf der Idee, dass individuelle Mobilität nicht länger nur reichen Bürgern mit Kutschen und auf Pferderücken vorbehalten sein sollte. Insbesondere Frauen haben schnell die Möglichkeiten des neuen, nur mit menschlicher Muskelkraft betriebenen Fahrzeugs erkannt. Susan B. Anthony, eine amerikanische Feministin, hat 1896 gesagt: "Lassen Sie mich Ihnen sagen, was ich über das Radfahren denke. Ich denke, es hat mehr als alles andere in der Welt getan, um Frauen zu emanzipieren. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich eine Frau auf einem Rad vorbeifahren sehe."

Baden-Württemberg ist stolz, dass das Fahrrad hier erfunden wurde und seine Jungfernfahrt 71 Jahre vor der des ersten Automobils stattfand. Denn das Fahrrad bietet auch nach 198 Jahren eine hervorragende Antwort auf viele unserer Mobilitätsprobleme. Fahrradfahren ist nicht nur gesund und umweltfreundlich. Das Fahrrad hat auch positive wirtschaftliche Effekte. Wir haben uns deshalb zu Beginn dieser Legislaturperiode das Ziel gesetzt, den Anteil des Radverkehrs in Baden-Württemberg zu verdoppeln. Wir haben hierzu eine RadSTRATEGIE entwickelt, arbeiten am Ausbau des RadNETZES und der Radinfrastruktur insgesamt und setzen uns unter der Überschrift RadKULTUR für ein fahrradfreundliches Image ein.

Wichtige Partner für uns sind die Kommunen. Ich freue mich, dass Karlsruhe in der Arbeitsgemeinschaft der fahrradfreundlichen Kommunen eine wichtige Rolle spielt und heute sichtbare Erfolge bei der Förderung des Radverkehrs vorweisen kann. Neben Land und Kommunen sind es aber die Radfahrerinnen und Radfahrer, auf die ich den Blick lenken will. Ohne ehrenamtliches Engagement wären wir beim Thema Radverkehr noch lange nicht so weit, wie wir es tatsächlich sind.

Ohne ehrenamtliches Engagement gäbe es weder diese Gedenktafel noch die Ausstellung zu Ehren Karl Drais‘ im Sommer dieses Jahres in der Badischen Beamtenbank.

2017 wollen wir landesweit, aber natürlich insbesondere in den ‚Drais-Städten‘ Karlsruhe und Mannheim, auf das Leben und Wirken von Karl Drais aufmerksam machen. Die Gedenktafel trägt dazu bei, schon jetzt auf diesen bedeutenden Erfinder und Sohn der Stadt aufmerksam zu machen.

Dank an Karl Drais für eine Erfindung, die die Welt verändert hat!

Dank an Martin Hauge, Prof. Lessing und Prof. Martin – und alle, die dazu beigetragen haben, dass heute diese Gedenktafel enthüllt werden kann.       


 

          Nach 117 Jahren

  kurze Geschichte der Gedenktafel in der Zähringerstraße 61

Als wir am Donnerstag Abend, den 10. Dezember 2015, am 164tenTodestag von Karl Drais, an dem Ort, an dem er starb, eine Gedenktafel enthüllt haben, wurde eine Lücke geschlossen, die seit dem Abriß des  Sterbehauses im Jahr 1898 bestand.

 Diese neue Gedenktafel stellt einen weiteren Schritt, einen Etappensieg, auf dem Weg zur„Rehabilitation“ von Kal Drais dar und soll ihn wieder mehr ins Bewußtsein der Einwohner und Besucher Karlsruhes holen, seine Präsenz im innerstädtischen Raum wiederherstellen; denn dort gehört er hin.

Ganz klar, das Positive überwiegt, niemand kann ernsthaft irgendetwas gegen das Gedenken an Karl Drais vorbringen.

Und wenn ich überlege wie schnell das jetzt gelang, wie wenig Aufwand erforderlich war, dann macht uns das Mut für die Zukunft, aber es wirft gleichzeitig folgende Fragen auf:

Warum nicht früher ?
Warum konnte nicht schon unmittelbar nach Errichtung des neuen Hauses, das vermutlich 1899 auf dem Grundstück des alten Hauses Zähringerstraße 63 (43) errichtet wurde, die Gedenktafel, die 1893 vom Bund Deutscher Radfahrer gestiftet worden war, wieder angebracht werden ?

Warum nicht allerspätestens 1985, zum zweihundertsten Geburtstag von Karl Drais ?

Warum ist die neue Gedenktafel auf private Initiative von Wenigen, ganz ohne städtische Unterstützung, ganz ohne Beteiligung auch nur eines Vereins, einer Körperschaft gestiftet worden?

Warum hat sich sogar der BRV (Badisch. Radsport Verband), ein Verein, dessen Dachverband der BDR ( Bund Deutscher Radfahrer) absolut in der Tradition des damaligen Stifters der Gedenktafel, des Deutschen Radfahrerbundes, steht, nicht an dieser Initiative beteiligen wollen ?

 Zu welchem Zweck liegt die historische Gedenktafel im Keller des Stadtmuseums ?
   
Vielleicht haben Sie, verehrter Leser dieses Textes, eine Antwort für uns oder stellen in Zukunft an entsprechenden Stellen einmal diese Fragen.

Wir hoffen, mit unserer Initiative ein deutliches Zeichen gesetzt zu haben, danken dem Verkehrsminister Winfried Hermann für sein Grußwort zur Enthüllung und versprechen - auch im Hinblick auf das Jahrhundert-Jubiläum 2017- weiterzumachen.

                           Martin Hauge,

                                                            Karlsruhe, 19.12.2015

Danke Karl Drais

In zwei Jahren jährt sich zum zweihundertsten Mal die erste dokumentierte Fahrt des Freiherrn Karl Friedrich Christian Ludwig von Drais auf seiner Jahrhunderterfindung, der zweirädrigen Laufmaschine, dem direkten Vorläufer des Fahrrades.
An der aus vielen Gründen kaum zu unterschätzenden, stetig wachsenden Bedeutung des Fahrradverkehrs gibt es wohl keinen Zweifel.
Ich möchte hier aber ein anderes Thema zur Sprache bringen, etwas Überfälliges, und zwar die doch tragische Lebensgeschichte des Karl Drais, die üble Behandlung, die ihm (nicht nur) in seiner Heimatstadt widerfuhr, die Dummheit, den Neid, die politische Verfolgung, den Rufmord an diesem genialen Erfinder, Menschenfreund und Demokraten, die bis heute fortwirken. Als ob es sich um mündliche Überlieferungen aus der Bronzezeit handeln würde, so werden bis heute trotz mehrerer vorliegender neuer wichtiger Bücher und Arbeiten zu Drais und seinen Erfindungen, längst widerlegte Behauptungen weiterverbreitet.

Dieser Mann hätte wahrlich ein ganz anderes Gedenken in seiner Heimatstadt verdient.

Zum Beispiel die schon böswillige Ignoranz bei der Leitung der Schule, die seinen Namen tragen darf. Wer das Video von 1997 der Draisschule gesehen hat, der kann über den damaligen Schulleiter und auch über den damals noch unbekannten, heutigen "Comedian", Pierre M. Krause, nur den Kopf schütteln. Einfach übel.

Dann gibt es da das Karlsruher Verkehrsmuseum in der Südstadt, das immerhin seit einiger Zeit, zwar wenige, aber doch korrekte Angaben zu Leben und Werk von Karl Drais macht. Die Entwicklungsgeschichte seiner wichtigsten Erfindung wird leider nicht deutlich; kann auch bei dem sehr begrenzten Platzangebot des ehrenamtlich betriebenen Museums nicht hinreichend geleistet werden. Durch seine etwas abgelegene Lage und die extrem beschränkte Öffnungszeit von nur drei Stunden in der Woche, kann es nicht das leisten, was der Bedeutung der Leistung des Karl Drais zu wünschen wäre.

Traurig ist der Umgang mit Karl Drais im Stadtmuseum Karlsruhe. Allein die winzige Ausstellungsfläche, die für einen der größten Söhne der Stadt zur Verfügung steht, ist einfach ein leider schlechter Witz. Das dort Gezeigte ist eine Mischung aus unvorteilhaften Karikaturen und nicht authorisierten Abbildungen seiner Person, einer Laufmaschine aus seinem Nachlass und einem unter Berücksichtigung der Draisforschung der letzten Jahrzehnte einfach skandalösen Text, einem Machwerk, das in bester Tradition der uralten Verleumdungen und Kampagnen gegen Karl Drais steht.

Dagegen ist das Wenige im Karlsruher Verkehrsmuseum zu Lesende eine Wohltat, aber leider hat die Aufklärung in Sachen Drais das Stadtmuseum noch nicht erreicht, das bei einer wöchentlichen Öffnungszeit von sechsunddreißig Stunden fast täglich seine unwissenschaftliche und verleumderische Botschaft verbreiten darf.

Es gibt nun aber glücklicherweise Menschen, die das große Jubiläum 2017 nutzen wollen, um auf verschiedenen Ebenen daran etwas zu ändern, Ideen zu sammeln und das ein oder andere Projekt auf den Weg zu bringen. Deswegen wollen sich demnächst möglichst viele Leute hier in Karlsruhe treffen.

Bienvenue!

Bis 2017 werden viele Texte dieser Seite ins Französische übersetzt werden, bis dahin bitte wir um Geduld; vielen Dank !

Kontakt

Martin Hauge
Steinstraße 29 // D-76133 Karlsruhe

Weitere Ansprechpartner

Prof. Hans-Erhard Lessing
Prof. Holger Martin

Unser Spendenkonto

IBAN: DE78 1001 0010 0955 6961 10
Kontobezeichnung: Martin Hauge
Verwendungszweck: Danke-Karl-Drais